Fußbodenheizung Aufbauhöhe

Fußbodenheizung

Fußbodenheizungen sind in diversen Varianten erhältlich. Bei der Höhe der Fußbodenheizung sind die Konstruktionen zu beachten. 

Die Konstruktionen sind im Wesentlichen aus drei Bereichen zusammengesetzt. Die Bereiche werden auch als Schichten bezeichnet und unterscheiden sich in Rohdecke (Tragschicht), Unterbodenkonstruktion (Zwischenschicht) und Bodenbelag (Nutzschicht).

Zwischenschicht und Tragschicht

Häufig wird eine Rohdecke, auch als Rohbetondecke bezeichnet, als Tragschicht eingesetzt. Auf die Rohdecke wird in der Regel eine Zwischenschicht installiert. 

Diese Zwischenschicht kann unterschiedlich konstruiert sein. Wenn der Kellerbereich mit Fußbodenheizung ausgestattet werden soll oder ein nicht unterkellertes Erdgeschoss vorhanden ist, dann wird in der Regel auf die Betonplatte noch eine abdichtende Schicht gegeben. 

Als Abdichtung werden Bitumenschweißbahnen benutzt oder es kann ein Bitumenanstrich erfolgen. Ohne die Abdichtung kann es im Keller oder Erdgeschoss (nicht unterkellertes Gebäude) zu einem Eindringen von Feuchtigkeit kommen. 

Der Fußboden sollte entsprechend fachgerecht abgedichtet werden, bevor die Wärmedämmung verlegt wird. Die Wärmedämmung kann aus Hartschaum (als Platten verlegt) sowie einer Trittschalldämmung bestehen.

Fußbodenheizung auf Wärmedämmung

Auf der Zwischenschicht wird in der Regel die Fußbodenheizung installiert. Fließestrich wird in der Regel als Oberboden für die Fußbodenheizung genutzt. Die Fußbodenheizung wird quasi in den speziellen Estrich eingebettet.

Über dem Estrich wird die Nutzschicht verlegt. Als Nutzschicht können diverse Bodenbeläge verwendet werden. Gängige Bodenbeläge sind beispielsweise Teppich, Laminat, Vinyl und Fliesen.

Höhe des Fußbodens

Die gesamte Höhe, auch als Aufbauhöhe bezeichnet, beträgt im Durchschnitt 92 mm. Mit der Gesamthöhe ist die Aufbauhöhe vom Rohboden bis zum Nutzboden gemeint. 

Von den 92 mm sind ca. 45 mm Estrich, 17 mm Rohre (Fußbodenheizung und 30 mm Wärmedämmung (inkl. Trittschalldämmung).

Materialqualität ist wichtig

Wer eine Fußbodenheizung plant, der sollte nicht nur hochwertige Heizungsrohre und eine qualitative Wärmeerzeugung kaufen. Es ist auch wichtig beim Estrich und den anderen Schichten nicht nur auf das Geld, sondern auf Qualität zu achten. 

Die Dämmung sollte hochwertig sein und der Bodenbelag möglichst optimal die Wärme leiten. Letztendlich werden Kosten durch optimale Wärmeleitung gespart und die Fußbodenheizung kann effizient betrieben werden.

Vorteile einer Fußbodenheizung

Effiziente Fußbodenheizungen sorgen für ein optimale Wärmeverteilung im Raum und die Wärme wird als angenehm empfunden. Der Fußboden ist warm und der Nutzer bekommt im Winter, im Herbst und im Frühjahr keine kalten Füße.

Durch die Erwärmung des Fußbodens wird die Wärme gleichmäßig im Raum verteilt. Die Wärme steigt über den Boden nach oben und wird durch die Strömung (Raumluft) im Raum verteilt.

Aufbau von Fußbodenheizungen

Es ist nicht nur wichtig, die Gesamthöhe des Aufbaus inklusive Boden zu kennen. Wer eine Fußbodenheizung installieren und nutzen möchte, der sollte auch mit dem Aufbau einer Fußbodenheizung und den Verlegearten vertraut sein. 

Die Fußbodenheizung ist eine sogenannte Flächenheizung. Eine Flächenheizung, die effizient arbeitet, ermöglicht eine gleichmäßige Wärmeverteilung im Raum. 

Die Fußbodenheizung besteht aus Heizungsrohren, die in einem sogenannten Trägersystem liegen. Das Trägersystem ist wichtig, um einen festen Rohrleitungssitz zu gewährleisten und die gewünschte Wärmeverteilung zu erreichen. 

Als Trägersystem kommen Tacker- oder Noppenplatten zum Einsatz.

Tacker- und Noppenplatten

Heizungsrohre können mit Klammern an Tackerplatten befestigt werden oder werden in die Noppen der Noppenplatten gedrückt. Tackerplatten und die Befestigung mit Klammern gelten als sehr stabil und gewährleisten einen guten Halt der Heizrohre. Tackerplatten sind bereits mit Dämmschicht erhältlich.


Auf der Suche nach einer neuen Heizung?

Holen Sie sich hier kostenlos Angebote von Heizungsbauern in Ihrer Nähe ein und sparen Sie sich viel Geld!

Kostenlose Angebote erhalten

Material der Heizungsrohre

Die Heizungsrohre können aus Kupfer oder Kunststoff bestehen. In der Regel werden Kunststoffrohre für den Einsatz im Heizestrich verwendet. 

Polyethylen, auch PE-X genannt, wird als Material verwendet. Das sauerstoffdichte PE-X kann auch eine Zwischenschicht aus Aluminium enthalten.

Verlegeart der Heizungsrohre

Die Heizungsrohre einer Fußbodenheizung können auf unterschiedliche Arten verlegt werden. Bekannt sind die modulierende, die bifilare sowie die mäanderförmige Verlegung. 

Die Rohrabstände sind bei der modulierenden Verlegung unterschiedlich und werden je nach Raumlage (Außenwand, Terrassentür) angepasst. Gleiche Rohrabstände werden bei der mäanderförmigen Verlegung eingehalten. 

Die bifilare Verlegung wird auch als Schneckenform bezeichnet. Der Rück- und Vorlauf liegt bei der bifilaren Verlegung zusammen.

Bifilare Verlegung

Die schneckenförmige Verlegeart ist eigentlich eine spiralförmige Verlegung. Die Heizungsrohre werden so eingebracht, das Rück- und Vorlauf nebeneinander liegen. Durch die Schneckenform wird eine gleichmäßige Abgabe der Wärme erreicht.

Mäanderförmige Verlegung

Bei dieser Verlegeart entstehen quasi Schlangenlinien. Die Heizungsrohre werden nebeneinander in Schlangenlinienform verlegt und die Wärmeabgabe kann unterschiedlich sein. 

In der Regel wird diese Verlegeart nur bei kleinen Räumlichkeiten genutzt. Wenn nur wenig Wärme benötigt wird, dann ist die mäanderförmige Verlegung interessant.

Modulare Verlegung

Bei einer modularen Verlegung von Heizungsrohren wird eine gleichmäßige Verteilung der Wärme erzielt. Die modulare Verlegeart wird oft genutzt und die Rohrabstände können dem Wärmebedarf eines Raums angepasst werden. 

Der tatsächliche Bedarf an Wärme wird bei dieser Verlegeart beachtet. Die Formen und Abstände der Heizungsrohre zueinander variieren und können von Raum zu Raum unterschiedlich sein. 

Diese Verlegeart eignet sich auch für Sanierungen, wenn eine kalte Außenwand vorhanden ist. Der Vorlauf wird daher an Türen, Fenstern und Außenwand verlegt und so können die Bereiche mit dem größten Bedarf an Wärme abgedeckt werden.

Vorlauftemperatur einer Fußbodenheizung

Fußbodenheizungen sind Flächenheizungen und es verwundert nicht, das eine Vorlauftemperatur benötigt wird, um eine gleichmäßige Wärmeverteilung zu erreichen. 

Bei Flächenheizungen wird in der Regel eine Vorlauftemperatur von 30 °C bis 35 °C angegeben. Im Vergleich zu anderen Heizarten ist die Flächenheizung effizient und hilft beim Einsparen von Betriebskosten.

Wie hoch die Einsparung ausfällt, das hängt von den Gesamtumständen und der Effizienz einer Fußbodenheizung ab.

Gegenläufige Verlegung von Heizungsrohren

Wer eine Fußbodenheizung installieren möchte, der sollte unbedingt den Warmwasserfluss beachten. Das warme Wasser sollte gleichmäßig fließen, um eine gleichmäßige Wärmeverteilung zu erreichen. 

Rück- und Vorlauf sollten daher möglichst nebeneinander angeordnet werden. Heizungsrohre sollten gegenläufig verlegt werden. Der Verlegeabstand der Heizungsrohre zueinander sollte ebenfalls beachtet werden. 

Dieser muss passen, damit eine effiziente Heizleistung erreicht wird. Wenn ein geringer Wärmebedarf besteht, dann kann der Verlegeabstand größer sein. Bei einem hohen Wärmebedarf wird ein geringer Verlegeabstand bevorzugt.

Quelle: bigstockphoto.com / Flaviya85

Andreas Treufelsberger
Andreas Treufelsberger ist 41 Jahre jung ;-) und überzeugter Handwerker. Vor 17 Jahren hat er seinen Traum erfüllt und einen Meisterbrief zum Heizungsbauer und Energieberater erhalten. Seitdem ist er bemüht sein Wissen im Job als auch im Internet weiterzugeben. Heizsysteme sowie auch moderner Umweltschutz beim Hausbau faszinieren ihn schon immer. In seiner Freizeit befasst er sich mit Sport, gesundem Lebensstil und schreibt Artikel auf Onlineportalen wie heizungshelden.com und der taz.