Heizkörperverkleidung – Verlust von Wärme?

Heizkörperverkleidung aus Holz

Speziell in Altbauten befinden sich noch viele alte und extrem unansehnliche Heizkörper in den Wohnräumen. Dank einer Heizkörperverkleidung lässt sich dieser optische Schandfleck ganz einfach verstecken.

Allerdings sind beim Aufbau und den ausgesuchten Materialien bestimmte Aspekte zu beachten, damit die gewohnte Heizleistung weiterhin erhalten bleibt.

Heizkörperverkleidungen aus Holz

Da Holz den größten Anteil der vom Heizkörper abgegebenen Wärme absorbiert, ist es als Vollverkleidung für Heizkörper nicht geeignet.

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Heizkörperverkleidungen aus Metall

Aus energetischer Sicht sind deshalb Verkleidungen aus Metall zu bevorzugen, welche über eine hohe Abstrahlfähigkeit verfügen.

Hier gibt es auf dem Markt Verkleidungen, die magnetisch sind und damit ganz leicht auf Heizkörpern angebracht und auch wieder entfernt werden können.

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Moderne Heizkörperverkleidungen magnetisch

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Gründe für die Heizkörperverkleidung

Viele Immobilienbesitzer sowie Bewohner möchten am liebsten die komplette alte Heizung herausreißen. Allerdings ist diese Renovierung mit extrem hohen Kosten verbunden und sehr arbeitsaufwändig.

Deutlich einfacher und schneller funktioniert das Anbringen einer Heizkörperverkleidung, hinter der die Heizflächen verschwinden.

Auf diese Weise entsteht eine ansprechende Optik und ein besseres Raumbild wird geschaffen. Darüber hinaus sorgt die Verkleidung für mehr Sicherheit beim Umgang mit dem Heizkörper.

Die angebrachten Elemente schirmen gefährliche Kanten und heiße Oberflächen der Heizflächen ab. Deshalb sind Heizkörperverkleidungen speziell in familiär genutzten Räume zu empfehlen, sodass für Kinder kein Verletzungsrisiko besteht.

Diese Heizkörper lassen sich verkleiden

In den meisten Fällen lässt sich eine Verkleidung an gebräuchlichen Platten- und Rippenheizkörpern anbringen, wenn die Thermostate aus ihr herausragen können.

Thermostate messen die Temperatur im Wohnraum, je nach Bedarf strömt ausgehend von dieser Messung mehr oder weniger heißes Wasser durch die Heizung.

Da die Heizleistung im direkten Zusammenhang mit der Position der Thermostate steht, dürfen sich diese nicht unter der Heizkörperverkleidung befinden. Ansonsten registrieren die nützlichen Geräte eine viel zu hohe Temperatur.

Im Anschluss wird der Heizwasserdurchsatz gedrosselt, sodass die Heizflächen nicht mehr ausreichend Wärme abgeben.

Für dieses Problem bieten sich Thermostate mit Fernfühlern an. Dabei ist der Kopf vom Thermostat über eine dünne Kapillar-Leitung mit dem Ventil des Heizkörpers verbunden.

Wenn das Verkleiden aus baulichen oder sonstigen Gründen nicht möglich ist, bietet sich als Alternative das Streichen der Heizkörper an. Damit erstrahlen die Heizflächen in einer frischen Farbe und passen besser zum Rest der Einrichtung.

Aufbau einer Heizkörperverkleidung

Die meisten Verkleidungen lassen sich direkt vor dem Heizkörper installieren. Freistehende Heizkörperverkleidungen werden einfach nur vor die vorhandenen Heizkörper gestellt.

In diesem Zusammenhang bietet ein komfortables Schiebesystem genügend Flexibilität bezüglich der Breite der Heizflächen. Dabei wird die Aufstellbreite so ähnlich wie bei Schiebetüren in Schränken umgesetzt.

Für eine problemloses Anbringen ist eine passgenaue Verarbeitung und ein leichter Schub der beiden Bauteile maßgeblich. Darüber hinaus sollte die obere Ablage harmonisch in den Rest übergehen.

Im Gegensatz dazu werden bauliche Heizkörperverkleidungen fest mit der Wand verbunden. Das kann in manchen Fällen auch ein Fensterbrett sein, wenn die Heizung unter einem Fenster steht.

Auf diese Weise lassen sich die Optik von Fenster, Fensterbrett und der darunter stehenden Heizung gut aufeinander abstimmen. Extrem tiefe Heizungsverkleidungen sind funktional und erweiterten das Fensterbrett, sodass diese Fläche zum Abstellen oder Sitzen dienen kann.

Materialien für die Heizkörperverkleidung

Im Fachhandel sind diesbezüglich unterschiedliche Ausführungen erhältlich. Ausschlaggebend bei der Entscheidung für ein Material ist das spezifische Verhalten bezüglich der Wärmedurchlässigkeit. Bei Heizkörperverkleidungen stehen folgende Materialien zur Auswahl:

  • Holz
  • Kunststoff
  • Metall
  • Rohrgeflecht
  • Textile Stoffe

Des Weiteren leiten Heizkörperverkleidungen aus Kunststoff und Rohrgeflecht die Wärme nicht gut weiter, sie sind auch anfälliger für Schäden und Risse.

Textile Stoffe sind ebenfalls nicht reißfest und verfügen als Verkleidung nur über eine relativ kurze Lebensdauer. Außer bei Metall, kommt es bei den restlichen Materialien oft zu unschönen Veränderungen aufgrund der anhaltenden Wärme.

Heizkörperverkleidung im Zusammenhang mit der Heizleistung

Damit die Heizkörperverkleidung die Wärmeabgabe der Heizung nicht stört, sind einige wichtige Voraussetzungen zu erfüllen. Dazu gehören Durchgangsöffnungen und Lüftungsschlitze für die erwärmte Luft.

Bei der Heizkörperverkleidung müssen sowohl oben als unten ausreichend große Öffnungen vorhanden sein, ansonsten sinkt die Heizleistung drastisch herab. Dabei ist auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Loch- und Gitterflächen mit den offenen und geschlossenen Elementen zu achten, sonst entsteht eine gestörte Wärmeverteilung im Raum.

Bei Metallen mit stärkerer Wärmeleitungsfähigkeit sind kleinere Öffnungen möglich. Im Gegensatz dazu erfordern Nichtleiter wie Holz, Kunststoff und Rohrgeflecht größere Loch- und Gitterflächen für die Wärmeabgabe.

Wenn Heizkörper die erzeugte Wärme überwiegend in Form von Strahlung abgeben, stört die Verkleidung oft diese Funktion. Als Folge lassen sich Räume nicht mehr so gut auf die gewünschten Temperaturwerte erwärmen und wirken im Winter ungemütlich. Dazu steigen noch die Heizkosten erheblich in die Höhe an.

Diese Kosten fallen bei Heizkörperverkleidung an

Die endgültigen Kosten für die Heizkörperverkleidung hängen vom ausgesuchten Material und dem jeweiligen System ab. Fertig montierte Verkleidungen kosten als Bausätze zwischen 50 und 150 Euro.

Wer sich für ausgefallene Design, aufwändige Verzierungen und hochwertige Materialien entscheidet, muss eine deutlich höhere Ausgabe einplanen.

Mit ein wenig handwerklichem Geschick lassen sich Heizkörperverkleidung aus Holz in Eigenregie bauen. Etwas schwieriger sieht die Sache bei Verkleidungen aus Metall aus, dafür werden spezielle Geräte und Werkzeuge benötigt, die nicht jeder hat.

Wenn die baulichen Bedingungen rund um den Heizkörper eine Herausforderung darstellen, ist besser ein Fachmann damit zu beauftragen.

Credits:
IKvyatkovskaya / bigstock.com

Andreas Treufelsberger
Andreas Treufelsberger ist 41 Jahre jung ;-) und überzeugter Handwerker. Vor 17 Jahren hat er seinen Traum erfüllt und einen Meisterbrief zum Heizungsbauer und Energieberater erhalten. Seitdem ist er bemüht sein Wissen im Job als auch im Internet weiterzugeben. Heizsysteme sowie auch moderner Umweltschutz beim Hausbau faszinieren ihn schon immer. In seiner Freizeit befasst er sich mit Sport, gesundem Lebensstil und schreibt Artikel auf Onlineportalen wie heizungshelden.com und der taz.