Heizungsventil undicht – was tun?

undichtes heizungsventil

Vor allem in der kalten Jahreszeit zu Beginn der jährlichen Heizperiode ist es sinnvoll, die Heizungsventile in der Wohnung oder im Haus auf Dichtheit zu prüfen.

Im Folgenden bekommen Sie Tipps, wie sie das Problem schnell und effizient lösen Können.

Warum kann das Heizungsventil undicht sein?

Es ist ganz normal, dass Heizungsventile mit der Zeit undicht werden. Dies fällt unter die Kategorie normaler Verschleiß. Älteres Material wird leicht porös.

Oft hilft es, wenn man eine neue Dichtung einbaut oder einbauen lässt und kann somit die Lebensdauer etwas verlängern. 

Ein weiterer Grund für ein undichtes Heizungsventil ist oft auch ein versehentliches Herausziehen des Ventils. Dieses lässt sich nicht mehr zurückdrehen und Wasser kann austreten.

Wie funktioniert ein Heizkörperventil?

Ein Heizungsthermostat setzt sich aus einem oberen Drehknopf und einem darunter liegenden Heizungsventil zusammen. Durch das Heizungsventil wird der Durchfluss des Heizwassers geregelt. 

Die Wärme und die Temperatur des Heizkörpers werden dadurch bestimmt. Ein Ventilstift, das dafür zuständig ist, kommt zum Vorschein, wen der Thermostatkopf abgenommen wird.

Durch eine Patrone, die sich im Inneren des Heizgerätes befindet und mit einer Masse gefüllt ist, wird der Durchfluss im Heizkörper geregelt. 

Diese Masse dehnt sich bei Wärme aus und dient als Temperaturfühler. Drückt sie auf den Ventilstift, wird der Durchfluss des Heizungswassers minimiert.

Ist, wird es schlimm? Was kann passieren?

Bei einem defekten Heizungsventil kann eventuell Wasser austreten. Um Schäden zu vermeiden, muss man das Wasser ablassen und den Heizkörper entlüften.

Gute Ansprechpartner sind oft der Hausmeister oder auch ein Installateur. Als schlimm ist es eigentlich nicht zu beurteilen, eher als lästig und ärgerlich.

Der Heizkörper bleibt kalt oder es ist nicht möglich, die gewünschte Temperatur zu erreichen.

Wie kann man ein Heizungsventil wechseln?

Zuerst sollte man einen Lappen oder ein dünnes Handtuch und das Gewinde zwischen Überdruckventil und Thermostat legen, um das Gewinde vor Kratzern zu schützen.

Dann versucht man mit einer Rohrzange das Ventil zu lösen. Mit langsamen Drehen gegen den Uhrzeigersinn sollte dies möglich sein.

Anschliessend sollte das Ventil entfernt werden. Wichtig ist auch, Rückstände der alten Dichtung zu entfernen. Nun kann man das Neue anbringen. Im Anschluss daran kann der Thermostakopf moniert werden.

Was kann man machen, um diesen Mangel zu beseitigen?

Oft kommt es vor, dass der Ventilstift locker ist. Manchmal hilft ein Ölen des Stifts und er lässt sich wieder bewegen. Außerdem kann man vorsichtig versuchen mit einer Zange das Ventil zu bewegen.

Oft kann man mit derartigen Mitteln das Problem schnell und einfach selbst lösen. Hilft dies alles nichts, muss man wohl oder übel einen Installateur kontaktieren.

Wie kann man ein leckes Heizungsventil vermeiden?

Durch regelmäßige Wartung der Heizungsanlage und kein Überdrehen des Ventils kann ein undichtes Ventil vermieden werden.

Gegen altersbedingte Verschleißerscheinungen auf Grund porösem Materials kann man eigentlich nicht viel machen. In diesem Fall hilft eigentlich nur ein Tausch des Ventils.

Oft ist auch ein Entlüften des Heizkörpers vor der Heizperiode empfehlenswert. So werden eventuelle Schäden rechtzeitig bemerkt und können behoben werden, wenn das Heizsystem noch nicht verwendet wird.

Wie merkt man ein undichtes Heizungsventil?

Wenn der Heizkörper kalt bleibt oder die gewünschte Temperatur nicht mehr erreicht, sollte man immer auch an ein defektes Heizungsventil denken.

Auch bei Wasseraustritt im Bereich des Ventils ist rascher Handlungsbedarf erforderlich um grössere Schäden an Wand und Boden zu verhindern.

Fazit

Ein defektes Heizungsventil ist eine Seltenheit. Der Mangel lässt sich leicht selbst beheben. Regelmässige Wartung und Pflege der Heizungsanlage sind allerdings notwendig, um in der Heizsaison nicht durch kalte Heizkörper und defekte Ventile im Kalten zu sitzen.

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Andreas Treufelsberger
Andreas Treufelsberger ist 41 Jahre jung ;-) und überzeugter Handwerker. Vor 17 Jahren hat er seinen Traum erfüllt und einen Meisterbrief zum Heizungsbauer und Energieberater erhalten. Seitdem ist er bemüht sein Wissen im Job als auch im Internet weiterzugeben. Heizsysteme sowie auch moderner Umweltschutz beim Hausbau faszinieren ihn schon immer. In seiner Freizeit befasst er sich mit Sport, gesundem Lebensstil und schreibt Artikel auf Onlineportalen wie heizungshelden.com und der taz.