Konvektoren: Kompakt und wirkunsvoll

Konvektoren sind besonders gut geeignet, wenn kurzfristig Wärme erzeugt werden soll. Sie werden eingesetzt, um zusätzliche Warmluft zu produzieren und die Übergangsphasen im Frühjahr und Herbst zu überbrücken. Auch für die Abschirmung von Kaltluft sind Konvektoren geeignet. In diesem Artikel sind zahlreiche Informationen zu diesem Allrounder zu finden.

Was ist eigentlich ein Konvektor?

Der Konvektor ist auch unter der Bezeichnung „Konvektionsheizung“ bekannt. Er zählt zu den elektrischen Direktheizungen. Konvektion bedeutet Wärmeströmung. Ein elektrisch betriebener Konvektor erzeugt Wärme und gibt diese an die Raumluft ab. Die normale Luftzirkulation wird häufig durch einen Ventilator im Konvektor verstärkt.

Ein Konvektor als Heizkörper
Konvektor als Heizkörper?

Konvektoren eignen sich besonders gut zum kurzfristigen Übergangs- oder Zuheizen und unterstützen dabei das bestehende zentrale Heizsystem. Auch zum gelegentlichen Heizen von Räumen, die seltener genutzt werden, werden Konvektoren häufig eingesetzt. Grundsätzlich sind Kosten und Nutzen gegeneinander abzuwägen; der Stromverbrauch und die damit verbundenen Kosten sollten nicht unterschätzt werden.

Wie funktioniert ein Konvektor?

Bei der Konvektion handelt es sich um eine Strömung, die auf physikalischen Grundsätzen beruht. Die Strömungsluft ist als Wärmeträger zu betrachten. Sie speichert die Wärme, führt sie mit und verteilt sie im Raum. Die erwärmte Luft steigt im Raum nach oben und zieht wiederum kühle Luft nach sich. So entsteht ein Strömungskreislauf: Die warme Luft steigt auf, die kalte Luft sinkt ab, die Raumluft wird in Zyklen umgewälzt. Damit eine bestimmte Temperatur aufrechterhalten werden kann, muss die Raumluft immer wieder mit Wärme angereichert werden.

Die Form des Heizkörpers nimmt weiteren Einfluss auf die Konvektion, wie sich am Beispiel „Radiator“ gut beobachten lässt. Die typische Rippenform eines elektrischen Radiators erzeugt eine Luftbewegung. Sobald der Radiator mit Strom versorgt wird, erhitzt er den Wärmeträger im Inneren. Dabei handelt es sich um Wasser, Öl oder Gas. Dieser Wärmeträger zirkuliert im Heizkörper. Die Wärme wird an die Kaltluft abgegeben, die von unten in die Rippen einströmt; die erwärmte Luft wird nach oben abgeführt. Durch diesen Kreislauf erwärmt sich nach und nach die gesamte Raumluft.

Im Vergleich: die Funktion eines Heizkörpers

In einem Heizkörper befindet sich Wasser, das durch Paneele oder Rohre strömt. Das Wasser wird über die zentrale Heizung im Haus erhitzt und wärmt die Paneele oder Rohre. Diese bestehen in der Regel aus Aluminium, Gusseisen oder Stahl und sind damit enorm wärmeleitfähig. Sie erwärmen die umgebende Luft mithilfe einer Kombination aus Strahlungs- und Konvektionswärme.

Bei der Strahlungswärme handelt es sich um eine direkte Heizform. Sie besteht aus horizontalen Wärmewellen, die die Raumluft erwärmen.

Strahlungswärme soll gesünder sein als Konvektionswärme. Der Grund dafür ist, dass die warme Luft, die eingeatmet wird, nicht durch ein Heizelement gewandert ist und keinen Staub mitführt. Auch nehmen viele Menschen die Strahlungswärme als angenehmer wahr.

Heizen mit Konvektoren

Mit Konvektoren lassen sich im Raum unterschiedliche Temperatur-Niveaus erreichen. Wie schnell das funktioniert, hängt unter anderem von der Größe des Raums ab. Zahlreiche Konvektoren sind mit Ventilatoren versehen, die bei Bedarf hinzugeschaltet werden können, andere arbeiten durchgängig. Solche Ventilatoren sorgen für eine schnellere und gleichmäßigere Verteilung der Wärme im Raum.

Die bewegte Luft wird von sensiblen Personen häufig als unangenehm empfunden. Ist die Luft noch nicht weit genug erwärmt, kann sie als kühl und zugig wahrgenommen werden.

Abschirmung der Kaltluft

Je nachdem, wie das Gebäude gedämmt ist und wozu der Konvektor eingesetzt wird, bietet sich das Anbringen oder Aufstellen in bestimmten Zonen und Bereichen an. Befindet sich der Konvektor unter einem Fenster oder im Bereich des Fußbodens, entsteht ein Wärmeschutzschild. Dieser verhindert, dass eindringende Kälte sich im Raum ausbreitet.

Sanierte Gebäude sowie moderne Neubauten benötigen diese Kaltluftabschirmung nicht, weil hier in der Regel während der Bauphase auf eine optimale Isolierung geachtet wird.

Einsatz als Frostwächter

Streng genommen ist das Thermostat bzw. der Temperaturregler im Konvektor als Frostwächter zu bezeichnen. Dabei kontrolliert ein Sensor kontinuierlich die Temperatur im Raum. Solche Sensoren erscheinen in den unterschiedlichsten Ausführungen, Materialien und Funktionsweisen; das Kapillarrohr-Thermostat dürfte am weitesten verbreitet sein. Im Thermostat befindet sich ein Fluid, das dem physikalischen Effekt der Ausdehnung und des Zusammenziehens bei schwankenden Temperaturen unterliegt. Das sich dadurch verändernde Volumen des Fluids löst über eine Membrane eine Schnappschaltung aus – der Konvektor wird ein- oder ausgeschaltet.

Gewächshaus
Weiterhin lassen sich Frostwächter zum Schutz für Wasserleitungen nutzen, auch in Gewächshäusern sind sie häufig zu finden.

Frostwächter werden verwendet, um Räume vor zu starker Auskühlung zu bewahren und so die Einrichtung zu schützen. Sehr starke Temperaturveränderungen führen zu Kondenswasserbildung, was wiederum elektronische Geräte beschädigen kann. Auch oberflächenbeschichtete Möbel leiden darunter; es kann zu Spannungsrissen führen.

So werden Konvektoren geregelt und gesteuert

Abhängig vom Modell können Konvektoren unterschiedlich geregelt und gesteuert werden. So gibt es unter anderem

  • Schalter und Thermostate,
  • Fernbedienungen bzw. Funkeinheiten,
  • Zeitschaltuhren und
  • gegebenenfalls Einheiten zur Temperaturkontrolle.

Ein Überhitzungsschutz sollte in jedem Fall vorhanden sein, um die Brandgefahr auf ein Minimum zu reduzieren.

Die Konvektor-Varianten

Unterflur-Konvektor

Diese Konvektoren werden in den Boden eingelassen und sind in unterschiedlichen Formen und Größen erhältlich. Sie erzeugen eine Wärmewand und vermeiden so die Bildung kalter Bereiche. Vor nicht allzu langer Zeit wurden diese Bodenheizkörper in erster Linie in Ladengeschäften und öffentlichen Gebäuden verwendet.

Da die Anschaffungskosten sich deutlich reduziert haben, werden diese Systeme auch immer mehr in privaten Haushalten genutzt. Dabei werden die Konvektoren in der Regel nicht als alleinige Heizung genutzt, sondern mit der Fußbodenheizung oder einer üblichen Wandheizung kombiniert.

GlasfrontUnterflur-Konvektoren zeigen ihre Stärken in modernen Räumen mit großflächigen Glasfronten. Diese verglasten Wände sorgen für ein angenehmes Raumklima, sind aber auch als potenzielle Schwachstellen in Hinsicht auf die Isolierung zu betrachten. Außerdem wird es schwierig, einen klassischen Wandheizkörper an optimaler Stelle anzubringen. Wird direkt vor den Glasfronten ein Unterflur-Konvektor eingerichtet, wird dem Kaltluft-Abfall vor der Scheibe wirkungsvoll vorgebeugt.


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Fest installierter und mobiler Wandkonvektor

Fest installierte Konvektoren eignen sich dort, wo sie dauerhaft genutzt werden sollen. Als Wandkonvektor nehmen sie nur wenig Platz in Anspruch und sehen dank unterschiedlicher Designs durchaus ansprechend aus.

Mobile Konvektoren sind häufig mit Rollen ausgestattet. So können sie mühelos durch das Gebäude bewegt und dort aufgestellt werden, wo der Raum oder Bereich erwärmt werden soll. Solche Geräte dienen in der Regel ausschließlich der Erwärmung der Raumtemperatur; sie sind Heizlüftern also sehr ähnlich.

Konvektoren mit integriertem oder Raumthermostat

Die Art des Konvektors gibt in der Regel vor, ob ein Thermostat integriert ist oder nicht. Bei mobilen Konvektoren ist das Thermostat direkt am Gerät angebracht; bei Unterflur-Konvektoren wird die Temperatur grundsätzlich über ein Raumthermostat geregelt.

Beim Thermostat handelt es sich um die Einheit, die die aktuelle Temperatur im Raum misst und sie mit der eingestellten Temperatur abgleicht. Weichen die Temperaturen voneinander ab, korrigiert das Thermostat durch entsprechende Einstellung der Heizung. Die Geschwindigkeit, in der sich ein Raum erwärmt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.

Das Raumthermostat hat darauf allerdings keinen Einfluss. In jedem Fall ist es nicht sinnvoll, das Thermostat eines Konvektors in einem abgekühlten Raum auf Maximum einzustellen, sondern die Temperatur zu wählen, die im Raum konstant herrschen soll. Der Konvektor im sehr kühlen Raum wird auf maximale Leistung schalten und die abgegebene Wärme anpassen, sobald die gewünschte Zieltemperatur erreicht ist.

Reinigung und Wartung eines Konvektors

Damit Konvektoren betriebssicher und zuverlässig arbeiten, sollten sie regelmäßig gereinigt und gewartet werden. Eine Wartung sorgt dafür, dass die Wärmeabgabe nicht verringert und möglichst viel Energie eingespart wird. Außerdem wird die Lebensdauer erhöht und die Gewährleistung des Herstellers sichergestellt.

Die Wartung durch Fachleute beinhaltet in der Regel folgende Punkte:

  • Testen der Stromdurchgängigkeit
  • Messen des Isolationswiderstandes
  • Reinigung oder – bei Bedarf – Austausch des Filters
  • auf Wunsch Reinigung des Geräteinneren

Festgesetzter Staub kann die Heizleistung eines Konvektors um bis zu 30 Prozent mindern. Daher ist es wichtig, die Geräte regelmäßig gründlich zu reinigen. Hersteller empfehlen ein Intervall von mindestens drei bis fünf Jahren. Der lose aufliegende Staub kann einfach mit einem Staubsauger entfernt werden. Die regelmäßige Wartung sollte jedoch auf jeden Fall einem Fachmann überlassen werden.

Kosten eines Konvektors

Mobile Konvektoren sind preiswert in der Anschaffung und kosten häufig deutlich weniger als 100 Euro. Erhältlich sind sie im Fachhandel und in Online-Shops. Selbst fest installierte Konvektoren sind im direkten Vergleich zu herkömmlichen Heizungen in der Regel sehr viel günstiger.

Wer sich für einen Konvektor entscheidet, sollte jedoch unbedingt auf den Stromverbrauch achten. Vor allem im Dauerbetrieb kann selbst ein sehr moderner Konvektor zu einem „Stromfresser“ werden.

Eine Beispielrechnung:

Ein Konvektor mit einer Leistung von 1.000 Watt ist täglich acht Stunden lang in Betrieb. Damit verbraucht dieses Gerät pro Tag acht Kilowattstunden. Ausgehend von einem Strompreis in Höhe von 30 Cent pro Kilowattstunde betragen die Heizkosten pro Tag 2,40 Euro.

Wird der Konvektor an zehn Tagen im Monat auf diese Weise genutzt, sind monatlich 24 Euro mehr an Stromkosten zu zahlen. Auf ein Jahr hochgerechnet summiert sich der Betrag auf 288 Euro.

Vor- und Nachteile eines Konvektors auf einen Blick

Die Vorteile

  • Konvektoren sind in der Anschaffung recht preiswert. Die meisten Geräte kosten zwischen 40 und 200 Euro.
  • Mobile Konvektoren sind leicht und portabel und lassen sich flexibel einsetzen.
  • Von Unterflur-Konvektoren abgesehen ist keine aufwändige Installation notwendig.
  • Die Wärmeabgabe ist schon nach kurzer Zeit angenehm hoch.
  • Externe oder auch integrierte Zeitschaltuhren ermöglichen einen zeitgesteuerten Einsatz.
  • Ein Großteil der Geräte ist als so genannter Frostwächter einsetzbar.
  • Mobile Konvektoren sind oft mit Rädern und/oder Tragegriffen ausgestattet und können selbst dann bewegt werden, wenn das Gehäuse noch warm ist.

Die Nachteile

  • Die Betriebskosten sind vergleichsweise hoch und richten sich nach der Betriebsdauer, der Leistung des Konvektors in Watt und dem jeweils aktuellen Stromtarif.
  • Vor der eigentlichen Wärmeabgabe zirkuliert kühle Luft im Raum. Diese wird oft als ein unangenehmer Luftzug wahrgenommen.
  • Um die Wärmeverteilung im Raum zu beschleunigen, sind Konvektoren in der Regel mit Ventilatoren ausgestattet. Diese verursachen Betriebsgeräusche, die als störend empfunden werden können.

Fazit

Konvektoren bieten eine kompakte Heizfläche und gleichzeitig eine hohe Leistung. Die Wärme wird vor allem durch Wärmeströmung (Konvektion) in die Raumluft abgegeben, was manche Menschen möglicherweise als unangenehmen Luftzug empfinden. Für den kurzfristigen Einsatz sind Konvektoren eine gute Ergänzung zum zentralen Heizsystem. Im Dauerbetrieb treiben sie die Stromkosten allerdings deutlich in die Höhe.

Konvektoren sind in unterschiedlichen Ausführungen und Leistungsstufen erhältlich und eignen sich in erster Linie zum Einbau unter großflächigen Glasfronten. Hier reduzieren sie die kalte Fallluft und sorgen für mehr Behaglichkeit im Raum.

 

Credits:
andsst / bigstock.com