Die richtige Heizung für die Dachschräge

Dachschräge

Wenn Sie Ihren Dachboden zum Wohnen ausbauen möchten, müssen Sie sich auch mit der richtigen Heizung auseinandersetzen. Unter der Dachschräge findet sich nicht immer der Platz für einen Heizkörper. 

Ideal eignet sich eine Fußbodenheizung im Dachgeschoss. Ist dies nicht möglich, bleibt nur die Möglichkeit, die Heizung anderweitig zu platzieren.

Welche Orte bei einer Dachschräge eignen sich für die Heizung?

In den folgenden Abschnitten erfahren Sie mehr über Heizkörper für Dachschrägen, damit Sie sehen können, welches Modell für Sie am besten geeignet ist. Nach der Installation sind alle vorgestellten Heizungen einfach zu bedienen und zu handhaben, sodass sie für jedermann geeignet sind.

Heizkörper unter Fenstern anbringen

Ein sinnvoller Ort, um einen Heizkörper unter einem Schrägdach zu installieren, ist unter einem Dachschrägenfenster, einem Giebelfenster oder einem Dachfenster. Da die Umgebungstemperatur am Fenster kühler ist, arbeitet die Luftzirkulation an dieser Stelle am effizientesten.

Heizung am Kniestock montieren

Die meisten Schrägdächer haben einen Kniestock. Dies ist die vertikale Wand, an der die Dachkonstruktion sitzt. Den Kniestock gibt es in verschiedenen Höhen. Je höher diese vorhandene Wand ist, desto mehr Stauraum gibt es unter der Dachschräge für den Heizkörper.

Da der Heizkörper ab einer Höhe von 20 Zentimeter eingesetzt werden kann, eignet sich auch ein sehr niedriger Kniestock zur Fixierung einer Heizung. Um die notwendige Wärme abzugeben, muss der Bereich entsprechend länger sein.

Heizkörper am Giebel

Am Giebel ist viel Platz für einen größeren Heizkörper. Sie ist oft die einzige gerade Wand im Dachgeschoss bei Schrägdächern, auch wenn sie von zwei Dachschrägen flankiert wird. Giebel eignen sich daher auch ideal für den Einbau von Möbeln oder Regalen zwischen Dachschrägen. 

Deshalb sollten Sie diese Räume nur in Ausnahmefällen mit Heizkörpern ausfüllen. Auch wenn Sie derzeit noch keine Möbel in diesem Bereich aufstellen möchten, könnte die dort angebrachte Heizung zukünftige Einrichtungspläne vereiteln und zu viel Platz einnehmen.

Elektroheizungen wie die Infrarotheizung

Auch eine Elektroheizung kann eingesetzt werden, um einen angenehmen Wärmeeffekt zu erzielen. In diesem Fall ist es nicht notwendig, eine Heizung zu installieren. Es können mobile Infrarotheizungen verwendet werden. 

Die Energiekosten im Vergleich zu den Gesamtkosten der Installation sind gering. Infrarotheizungen erzeugen durch elektromagnetische Wellen Strahlungswärme, die sich angenehm anfühlt. 

Decke, Wände und Boden werden gleichmäßig erwärmt und die gespeicherte Wärme an den Wohnraum abgegeben.

Die Wandflächenheizung als Alternative

Bei einer Wandflächenheizung wird die Wärme direkt von den Wänden abgestrahlt. Dazu werden die wassergefüllten Heizschlangen direkt auf die Dachschräge gelegt und anschließend verputzt oder mit Gipskartonplatten abgedeckt. 

Dieses Vorgehen entspricht einer Warmwasser-Fußbodenheizung. Das hat den Vorteil, dass auf der ohnehin schon begrenzten Grundfläche des Dachgeschosses keine weiteren Heizkörper vorhanden sind und so den Platz einschränken.

Heizung für Dachschrägen – Tipps und Tricks

Auch traditionelle Heizungen sorgen für wohlige Wärme. Wenn Sie sich für einen klassischen Heizkörper entscheiden, muss der Anschluss vom Untergeschoss ins Dachgeschoss verlegt werden. Die Steigleitungen werden für den Anschluss an die Zentralheizung verlängert. 


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Allerdings muss vorher geprüft werden, ob der vorhandene Leitungsdruck ausreicht oder ob eine stärkere Pumpe installiert werden muss.

Für kleine Räume auf dem Dach bieten einige Hersteller auch leistungsstarke Kleinradiatoren an, die auch unter Dachschrägen passen. 

Außerdem kann der durch die Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugte Strom direkt genutzt werden, allerdings muss die Temperatur des Dachbodens beachtet werden, um Brände durch extreme Hitze im Sommer zu vermeiden.

Der Komfort und die Wärme einer Dachschräge

Mit einem Dachausbau wird zusätzlicher Wohnraum gewonnen und die Dachschrägen schaffen eine gemütliche Atmosphäre. Was aber, wenn keine Fußbodenheizung vorhanden ist?

Die Lösung ist dann eine Wandheizung direkt auf Schrägdächern. Das Beste: Im Sommer kühlt das gleiche System das Dachgeschoss komfortabel und gesund.

Schrägdachheizung am Praxisbeispiel

Bei Einfamilienhäusern ist aufgrund geringer Raumhöhen kein Fußbodenaufbau für Fußbodenheizung möglich. Daher entscheiden sich viele Bauherren für Decken- und Schrägdachheizungen. 

Das Satteldach ist ausreichend gedämmt und mit Spanplatten gedeckt. Auf dieses Holzmaterial wird die Holzunterkonstruktion geschraubt. Aktivierte Panels zum Heizen und Kühlen werden hier gepinnt. 

Das Modul wird an den Heiz- und Kühlkreisverteiler angeschlossen, die Platten aus Gipsfasern werden verspachtelt und gestrichen.

Beleuchtung in Heizung und Kühlung integriert

Die Dachschräge ermöglicht Einbaustrahler, Lichtleisten, Rauchmelder und Lautsprecher. Auf diese Weise kann die gesamte Decke zum Heizen und Kühlen aktiviert werden. 

Bereits in der Planungsphase ist es wichtig, Beleuchtungskonzepte und andere Elektroinstallationen zu berücksichtigen.

Die Vorteile der Heizung für Dachschrägen

Wenn Sie Ihr Dachgeschoss beheizen, können Sie es saisonunabhängig als zusätzlichen Wohnraum nutzen oder als Wohnraum vermieten. Es gibt viele Möglichkeiten, Ihren Dachboden mit einer Heizung auszustatten, sodass Sie die Option Ihrer Wahl nutzen können. 

Dachbodenheizkörper sind kostengünstig und je nach Ausführung einfach zu montieren und zu nutzen.

Credits: Zveiger / depositphotos.com

Andreas Treufelsberger
Andreas Treufelsberger ist 41 Jahre jung ;-) und überzeugter Handwerker. Vor 17 Jahren hat er seinen Traum erfüllt und einen Meisterbrief zum Heizungsbauer und Energieberater erhalten. Seitdem ist er bemüht sein Wissen im Job als auch im Internet weiterzugeben. Heizsysteme sowie auch moderner Umweltschutz beim Hausbau faszinieren ihn schon immer. In seiner Freizeit befasst er sich mit Sport, gesundem Lebensstil und schreibt Artikel auf Onlineportalen wie heizungshelden.com und der taz.