Frostwächter: Hilfe an kalten Tagen

Mit einem Frostwächter kann verhindert werden, dass die Temperatur in einem Raum unter den Gefrierpunkt sinkt. Sollte dies der Fall sein, wird ein Thermostat eingeschaltet. Der Frostwächter wird mit einer Heizung oder einem Heizlüfter verbunden. In einigen Geräten ist er ab Werk integriert. Die Wärmequelle sorgt dafür, dass im Raum die Frostgrenze überschritten wird.

Frostwächter – Definition und Nutzen

Die Bezeichnung Frostwächter kann sich auf verschiedene Geräte beziehen. Im Handel gibt es Modelle, die als Heizlüfter verkauft werden. In diesen Geräten ist ein Frostwächter verbaut. Dies wird mitunter aber gar nicht explizit beschrieben. In den technischen Spezifikationen ist oftmals lediglich von einem Frostschutz die Rede. Dies entspricht in der Funktionsweise jedoch einem Frostwächter.

Thermostat als Grundlage des Frostwächters

Unabhängig von seiner Bauart arbeitet der Frostwächter wie ein Thermostat. Dieses überwacht die Temperatur in dem entsprechenden Raum. Wenn die Temperatur unter einen bestimmten Wert sinkt, wird die Heizung automatisch eingeschaltet. Bei vielen Frostwächtern kann die Temperatur individuell eingestellt werden. Es müssen nicht zwingend Null Grad Celsius als Frostgrenze eingegeben werden. Auch eine etwas höhere Temperatur ist möglich.

Einsatz eines Frostwächters am Beispiel eines Raumes mit Wasserrohren

In Räumen in denen sich Wasserrohre als Teil der Heizung oder der Wasserleitung befinden, ist der Einsatz eines Frostwächters empfehlenswert. Würde die Temperatur auf einen Wert von Null Grad Celsius sinken, könnten die Wasserrohre einfrieren. Das gefrorene Wasser dehnt sich aus und bringt das Rohr unter Umständen zum Platzen. Dies kann wiederum Wasserschäden nach sich ziehen. Somit ist es empfehlenswert, einen Raum mit Wasserrohren mit einem Frostwächter auszustatten, der einige Grad über dem Gefrierpunkt Alarm schlägt. So wird verhindert, dass das Wasser in den Rohren gefrieren kann.

Verschiedene Arten der Überwachung möglich

Die Frostüberwachung kann auf verschiedene Weise realisiert werden. Zur Auswahl stehen ein Gerät mit integriertem Thermostat oder ein Frostwächter, der extern mit dem Thermostat verbunden wird.

Die Bezeichnung Frostwächter wird nicht einheitlich verwendet. Oftmals verbirgt sich hinter der Bezeichnung ein Heizlüfter mit integriertem Thermostat. Alternativ sind im Handel auch einzelne Geräte erhältlich, die in einem Raum mit einer bereits vorhandenen Heizung installiert werden können. Es ist empfehlenswert, nach einem Heizlüfter oder einem Thermostat zu suchen, wenn unter der Bezeichnung Frostwächter kein passendes Angebot gefunden wird.

Heizlüfter

Ein klassischer Heizlüfter kann sehr gut als Frostwächter eingesetzt werden. Voraussetzung ist, dass das Modell mit einem Thermostat ausgestattet ist. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass sich das Thermostat auf eine bestimmte Temperatur einstellen lässt.

So kann individuell festgelegt werden, bei welcher Temperatur sich der Heizlüfter einschaltet. Nicht immer ist es empfehlenswert, die Temperatur auf einen Wert von Null Grad Celsius zu stellen. Wenn sich in dem betreffenden Raum Wasserrohre oder eine Heizung befindet, sollte die Temperatur auf einen Wert über dem Gefrierpunkt eingestellt werden. Dies ist bei den meisten Heizlüftern möglich.

Vorhandene Heizung nutzen

Wenn sich in dem Raum eine Heizung befindet, ist diese in der Regel mit Thermostaten ausgestattet. Moderne Thermostate haben eine Einstellung für den Frostschutz. Diese Einstellung sollte manuell gewählt werden, wenn ein Abgleiten der Temperatur unter den Gefrierpunkt verhindert werden soll.

Frostwächter als externes Gerät installieren

Es gibt im Handel Frostwächter, die als externes Gerät mit der Heizung oder dem Heizlüfter verbunden werden können. Diese Modelle eignen sich sehr gut zum Nachrüsten für ältere Geräte und Anlagen, an denen noch kein Thermostat verbaut wurde.

Was bedeutet Frostschutz bei der Heizung?

Klassische Heizungsanlagen sind auf einem Wasserkreislauf aufgebaut. Dieser läuft in einem geschlossenen System durch die Heizungsröhre. Um die optimale Heizleistung zu erhalten, ist es wichtig, dass das System entlüftet wird. Dann können die Heizkörper ihre optimale Wärme an jeder Stelle entfalten.

Für die reibungslose Funktion der Heizung ist es wichtig, dass der Wasserkreislauf rotiert. Das Wasser nimmt eine bestimmte Temperatur an. Diese ist davon abhängig, was für eine Heizungsart installiert ist. So benötigt eine Fußbodenheizung beispielsweise eine niedrigere Temperatur als eine Heizungsanlage mit klassischen Heizkörpern. Die Temperatur wird vom Fachmann als Vorlauftemperatur bezeichnet.

Einfrieren der Heizung muss vermieden werden

Es ist sehr wichtig, dass an kalten Tagen das Einfrieren der Heizungsanlage vermieden wird. Wenn das Wasser nicht mehr ausreichend rotieren kann, ist es möglich, dass ein Defekt der Heizung die Folge ist. Um dies zu verhindern, muss der Raum auf einer Temperatur konstant gehalten werden, die um einige Grad über dem Gefrierpunkt liegt. Wenn dies beachtet wird, ist die reibungslose Funktionsweise der Heizung auch bei niedrigen Temperaturen garantiert.

Eine Heizungsanlage kann auch im Sparmodus laufen. Temperaturen von vier bis sechs Grad können in einem Raum dauerhaft eingestellt werden, um ein Einfrieren der Anlage zu verhindern.

Vor- und Nachteile der Frostwächter

Mit der Installation eines Frostwächters wird die Sicherheit gewonnen, dass die Temperaturen in einem Raum zu keinem Zeitpunkt unter den Gefrierpunkt sinken können. Ein Einfrieren von Wasserrohren wird somit vermieden.

Der Nachteil der Frostwächter liegt darin, dass sie mitunter an das Stromnetz angeschlossen werden müssen und somit Kosten verursachen. Dies gilt insbesondere für die Modelle, die in einem Heizlüfter integriert sind.

Kosten für den Kauf eines Frostwächters

Die Kosten für einen Frostwächter sind angenehm niedrig. Einen guten Heizlüfter mit integrierter Frostwächter-Funktion bekommt der Kunde im Handel bereits für weniger als 50 EUR. Hochwertige Modelle, die mit individuellen Temperatureinstellungen gesteuert werden können, kosten ab 100 EUR aufwärts.

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cookiestudio / bigstock.com

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Andreas Treufelsberger
Andreas Treufelsberger ist 41 Jahre jung ;-) und überzeugter Handwerker. Vor 17 Jahren hat er seinen Traum erfüllt und einen Meisterbrief zum Heizungsbauer und Energieberater erhalten. Seitdem ist er bemüht sein Wissen im Job als auch im Internet weiterzugeben. Heizsysteme sowie auch moderner Umweltschutz beim Hausbau faszinieren ihn schon immer. In seiner Freizeit befasst er sich mit Sport, gesundem Lebensstil und schreibt Artikel auf Onlineportalen wie heizungshelden.com und der taz.