Heizstab für das Aquarium – Brauchen alle Fische eine Heizung?

Aquarienheizung

Sie spielen mit dem Gedanken, sich ein Aquarium zuzulegen. Dann kommt der Heizung in dem Zusammenhang eine wichtige Rolle zu. In diesem Beitrag finden Sie alles Wichtige rund um die Beheizung Ihres künftigen Aquariums.

Warum eine Heizung im Aquarium nutzen?

Selbst im natürlichen Lebensraum reagieren Aquarienpflanzen, Fische und andere Wasserlebewesen auf Temperaturschwankungen sehr empfindlich. Im Aquarium ist das noch einmal extremer, denn in der freien Wildbahn können sich die Fische in tiefere oder entferntere Gefilde zurückziehen, was natürlich im heimischen Aquarium nicht wirklich geht. So sorgt im Aquarium der Heizstab für die nötige Wärme und Temperaturstabilität.

Bei den Pflanzen ist es ähnlich, möchten Sie bestimmte Pflanzen im Aquarium haben, dann sollten Sie deren Ansprüche erfüllen und das geht meist nur über ein Heizgerät. Gerade exotische Wasserpflanzen sind mit den heimischen Temperaturschwankungen kaum kompatibel und benötigen deshalb die nötige Unterstützung.

Ist eine Heizung für alle Fische notwendig?

Grundsätzlich benötigt nicht jeder Fisch eine Heizung im Aquarium. Allerdings hält sich die Auswahl der Fische, die auf Dauer ohne eine solche leben können, in Grenzen. Möchten Sie tropische Fische im heimischen Aquarium halten, kommen Sie nicht um eine Heizung herum.

Fische, die ohne eine Heizung leben können, sind beispielsweise Panzerwelse, Kardinalfische und Papageienplatys. Allerdings gibt es in dem Zusammenhang ein anderes wichtiges Detail. Streben Sie ein technikfreies Becken an, so sind weniger Fische mehr, denn eine niedrige Population ist deutlich anspruchsloser und nicht so anfällig für Krankheiten wie eine große Anzahl von verschiedenen Fischarten.

Welche Heizungsarten gibt es?

Der bereits erwähnte Heizstab ist die gängigste Methode zur Beheizung des Aquariums. Meist besitzt er Saugnäpfe zur Befestigung und lässt sich so äußerst flexibel anwenden. Darüber hinaus existieren Thermo-Filter. In diesem Fall enthält der Filter gleich den Heizstab. Was das Ganze jedoch ein wenig unflexibler bei der Standortwahl macht.

Eine weitere Variante zur Temperaturregelung im Aquarium ist ein Durchlauferhitzer. In ihm wird das Wasser außerhalb des Aquariums erhitzt. Es muss also zuerst hinaus und dann wieder in das Becken hinein geleitet werden. Das Unterfangen ist deutlich aufwendiger, braucht mehr Platz und sieht optisch auch nicht wirklich schön aus.

Welche Leistung sollte der Heizstab haben

Die Leistung des benötigten Heizstabes richtet sich nach der Zieltemperatur und der Größe des Aquariums. Je besser ein Aquarium und ein Heizstab zusammenpassen, desto höher ist die Lebensdauer des Heizstabes.

Online finden sich spezielle Rechner zur Festellung der benötigten Leistung des Heizstabes. Erforderlich sind für diese die normale Raumtemperatur, die gewünschte Raumtemperatur und der Wasserinhalt des Aquariums. Hierfür einfach 20 Prozent vom angegebenen möglichen Aquariumsinhalt abziehen. Zudem ist es ratsam, die ausgerechnete Wattzahl um 30 Prozent zu erhöhen, so steht im Notfall etwas mehr Wärme zur Verfügung. Sei es nun, weil Fische krank sind oder die Umgebungstemperatur vorübergehend durch zum Beispiel einen Heizungsausfall niedriger ist.

Wo wird der Heizstab am besten befestigt?

Haben Sie erst einmal den richtigen Heizstab gefunden, so muss dieser nur noch im Aquarium angebracht werden. Hierfür sind die bereits erwähnten Saugnäpfe, über die Heizstäbe verfügen, super. Auf diese Weise ist es sogar möglich, den Heizstab komplett hinter Pflanzen und Dekoration zu verstecken.

Stromsparend ist die Anbringung des Heizstabes in der Nähe des Wasserfilters. Zudem sollte er nicht in den Ecken des Aquariums angebracht werden, da dort nur wenig Strömung herrscht und somit nicht genügend Wasseraustausch zustande kommt. Bedenken Sie beim Anbringen ebenfalls, dass die Gefahr des Einklemmens für Lebewesen des Aquariums so niedrig wie möglich gehalten wird.

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Andreas Treufelsberger
Andreas Treufelsberger ist 41 Jahre jung ;-) und überzeugter Handwerker. Vor 17 Jahren hat er seinen Traum erfüllt und einen Meisterbrief zum Heizungsbauer und Energieberater erhalten. Seitdem ist er bemüht sein Wissen im Job als auch im Internet weiterzugeben. Heizsysteme sowie auch moderner Umweltschutz beim Hausbau faszinieren ihn schon immer. In seiner Freizeit befasst er sich mit Sport, gesundem Lebensstil und schreibt Artikel auf Onlineportalen wie heizungshelden.com und der taz.