
Die Fußbodenheizung wurde erfolgreich verlegt. Bevor diese in Betrieb genommen wird, finden festgelegte und definierte Abläufe statt. Dabei spielt die Estrichart eine wichtige Rolle.
Die jeweiligen dazugehörigen Heizprogramme mit der passenden Steuerung sind entsprechend hinterlegt. Mit der Inbetriebnahme der Fußbodenheizung sollte ein Aufheizprotokoll geführt werden.
Das Funktions- und Belegreifheizen
Das Funktionsheizen ist abhängig von der Estrichart. Dabei spielt die Trocknungs- sowie Abbindezeit eine entscheidende Rolle. Das Funktionsheizen verläuft über mehrere Tage. Dabei wird die Heizung auf maximale Heizleistung hochgefahren.
Wurde dieser Prozess erfolgreich abgeschlossen, beginnt das Belegreifheizen. Dieser erfolgt so lange, bis der Estrich sich auf die notwendige restliche Feuchte abtrocknet. Es gibt dabei Unterschiede zu beachten.
Die Richtwerte der restlichen vorhandenen Feuchte vom Heizestrich sind geringer als die Richtwerte vom Estrich, welche auf dem Boden ohne Fußbodenheizung verlegt wurden.
Das manuelle Aufheizprotokoll
Während des Prozesses des Funktions- und Belegreifheizen wird die Durchführung eines Aufheizprotokolles mit allen vorhandenen Daten empfohlen. Etwaige Unstimmigkeiten können entsprechend festgehalten werden.
Durchaus stellen die meisten Produzenten oder Handwerksbetriebe sowie Händler Aufheizprotokollvorlagen zur Verfügung. Entsprechende Tipps zur Durchführung werden zudem mitgeliefert.
Die Führung eines Aufheizprotokolles
Das Aufheizprotokoll wird mit den notwendigen Daten gefüttert. Das Datum des Aufbringens des Estrichs sowie dessen Dicke wird notiert. Hinzu kommen das vorhandene Heizsystem.
Weitere Merkmale wie Datum des Aufheizstars, die Rohrüberdeckung sowie die Vorlauftemperatur des Einbaus werden sorgfältig eingetragen. Die Merkmale für ein Aufheizprotokoll können durchaus variieren.
Der praktische Verlauf des Aufheizprotokolls
Das Datum mit der entsprechenden Heiztemperatur wird Tag für Tag im Aufheizprotokoll vermerkt. Beispielsweise wird vermerkt: 15.1.2023 aufgeheizt mit 26 Grad Celsius, am Folgetag wird vermerkt aufgeheizt mit 25 Grad Celsius.
Zudem sollte eine Feuchtemessung mit einem CM-Gerät stattfinden. Diese Messung findet am letzten Tag des Aufheizprotokolls statt.
Die Feuchtemessung
Die sogenannte Feuchtemessung wird von einem Spezialisten durchgeführt. Hat der verlegte Estrich aufgrund der Messung noch nicht die Belegreife erreicht und die vorgesehene Heizphase hat nicht ausgereicht, dann stellt diese Tatsache kein Problem dar.
Eine weitere Heizperiode über einige Tage wird nach Empfehlung vorgeführt. Wichtig ist, dass die notwendige Belegreife abschließend erreicht wird.
Das vorschriftsgemäße Aufheizen
Das Aufheizen an sich unterliegt Vorschriften. Der Start des Aufheizens beginnt bei einem Messwert der Vorlauftemperatur von 15 K über der Raumtemperatur. Erforderlich sind auf jeden Fall 20 Grad Celsius.
Eine weitere Erhöhung der Raumtemperatur wird nach drei Tagen vorgesehen. Die Maximaltemperatur im Raum darf erst nach sieben Tagen erfolgen.
Das Estrichaufheizen
In aller Regel wird für den Estrich heute wie Zement- oder Calziumsulfatestrich zur Verlegung. Beide Estriche eignen sich optimal für einen Heizestrich. Der Vorgang des Trocknens findet als chemische Abbindung statt.
Der Estrich kann in aller Regel schon nach 24 Stunden zum Begehen freigegeben werden. Durch ausgiebiges Lüften wird das überschüssige Wasser auf natürlichem Wege abgezogen. Der Trockenvorgang sollte nicht zusätzlich forciert werden.
Jedoch sollten nach dem Einbringen des Estrichs alle Türen und Fenster für zwei Tage lang geschlossen bleiben. Anschließend sollte wie gewohnt ein regelmäßiges Lüften stattfinden. Eine komplette Aushärtung des Estrichs hat nach rund drei Wochen stattgefunden.
Das Programm des Aufheizens
Die Aufheiztemperatur von in der Regel 25 Grad Celsius ist einzuhalten. Diese Vorlauftemperatur wird anschließend in Schritten von fünf Grad vollzogen. Die Temperatur erhöht sich auf 55 Grad Celsius.
Anschließend wird die Temperatur wieder in weiteren fünf Grad Schritten heruntergefahren. Für das gesamte Prozedere werden 14 Tage veranschlagt. Während der Aufheizphase sollte gut durchgelüftet werden.
Die jeweilige Jahreszeit spielt zudem eine Rolle. In den Sommermonaten findet sich sicher eine erhöhte Luftfeuchtigkeit in den Räumlichkeiten vor. Im Winter hingegen verlängert sich der gesamte Prozess.
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