Brennwerttherme mit Warmwasserspeicher

Brennwerttherme

Ein Brennwerttherme ist eine an der Wand angebrachte Warmwasserheizung, die den Erdgas-Energieinhalt vollständig oder annähernd vollständig nutzt. Brennwertkessel sparen Energie und damit CO²-Emissionen. Sie sind Gaskessel, was vom Prinzip her eine Folgeentwicklung von Niedertemperaturkesseln bedeutet, sodass bei der Wahl einer neuen Heizungsanlage, die in einem Gebäude installiert werden soll, der Brennwertkessel die erste Wahl ist.

Brennwerttherme – Funktion

Im Brennwertkessel wird heißes Wasser durch die Verbrennungswärme erhitzt. Die im Abgas befindliche Wärme bleibt jedoch ungenutzt und verschwindet nicht durch den Schornstein und wird im Brennwertkessel benutzt. Der im Abgas befindliche Wasserdampf wird über einen speziellen Austauscher für Wärme auf 57 °C gekühlt. Dadurch kondensiert der Dampf und die Verdampfungswärme setzt sich frei.

Brennwerttherme – Verbrauch

Brennwertkessel verbrauchen weniger Energie als andere Systeme. Verglichen mit Kaltkesseln liegt die Ersparnis bei Brennwertkesseln bei minimal 10 %. Brennwertkessel sind im Durchschnitt 15 % energieeffizienter als Standardkessel. Es ist auch sicherer, weil es das Risiko einer Kohlenmonoxidvergiftung stark reduziert. Bei älteren Kesseln liegt das Einsparpotenzial über der eben angegebenen Prozentzahl, hier können Sie bis zu 33 % Kraftstoffkosten sparen.

Welche Gesetze und Vorschriften muss ich beim Kauf eines Brennwertkessels beachten?

Bevor Sie einen Brennwertkessel kaufen, sollten Sie sich mit der aktuellen EU-Ökodesign-Verordnung vertrautmachen. Dies macht das Produkt in der Herstellung und auch im Gebrauch so umweltschonend wie möglich. Seit September 2015 gelten detaillierte Vorschriften, die verlangen, dass defekte Heizkessel ausschließlich durch energieeffiziente Brennwertkessel erneuert werden. Seitdem ist der Verkauf herkömmlicher Heizsysteme an Großhändler und Installationsbetriebe untersagt.

Übrigens: Wussten Sie, dass beim Mieten einer Wohnung der Vermieter die Anschaffung eines neuen Brennwertkessels zahlen muss? Die Wartungen liegen jedoch in der Verantwortung des Mieters.

Brennwerttherme – Kosten

Brennwertkessel sind von verschiedenen Marken und in diversen Effizienz- und Leistungsklassen erhältlich. Die Kosten variieren je nach Wärmebereitstellung mit Speicherung, Montagehilfe und Heizungssteuerung. Brennwertkessel benötigen breitere Wärmetauscherflächen oder Radiatoren als standardisierte Heizkessel, deswegen wird die Anschaffung etwas kostspieliger. Auch bestehende Schornsteine müssen an die Art angepasst werden. Meist werden Metallrohre in den Schornstein gezogen, was zusätzliche Kosten birgt. Brennwertkessel liegen im Preis zwischen 1900 und 9000 EUR.

Brennwertkessel können jedoch 9-22 % der Heizkosten einsparen, sodass sich höhere Kosten in der Anschaffung bereits in wenigen Jahren amortisieren. Informieren Sie sich, ob in Ihrem Fall diverse Zuschüsse möglich sind. Auf diese Weise können Sie weitere Kosten einsparen.

Grundsätzlich gilt: Je umweltschonender geheizt wird, umso höher ist die Förderung.

Wo kann man eine Brennwerttherme kaufen?

Brennwertkessel sind nicht nur im Fachhandel, sondern auch online erhältlich. Die wichtigsten Infos erhalten Sie direkt bei einem Installateur oder Experten im Baumarkt oder der jeweiligen Herstellerseite.

Welche Arten von Brennwertthermen gibt es und welche ist die Richtige für Sie?

Brennwertkessel haben einige Vorteile. Ich möchte aber keine Nachteile wegnehmen. Geringe Energieverluste und die daraus resultierenden Heizkosteneinsparungen liegen ständig steigenden Gaspreisen gegenüber.


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Vorteile:

  • Geringer Energieverlust – Einsparung von Heizkosten
  • Umweltschonen
  • Platzsparendes Design
  • Im Mehrfamilienhaus ist leicht zu erkennen, wer wie viel davon nutzt

Nachteile:

  • Nur eine geringe Heizleistung wählbar
  • Gaspreise steigen
  • Nimmt Platz in Bad oder Küche ein

Grundsätzlich kann man jedoch zwischen einem Brennwertkessel mit Warmwasserspeicher und einem Brennwertkessel mit Durchlauferhitzer wählen. Beide Systeme eignen sich je nach verbrauchter Warmwassermenge.

Brennwertthermen mit Durchlauferhitzern – Unterschiede und Stärken und Schwächen

Durchlauferhitzer versorgen das Haus mit Warmwasser. Im Vergleich zum Brennwertkessel mit Speicher heizen wir hier das Wasser jedoch nicht vor. Sie beginnt mit dem Aufdrehen des Wasserhahns zu arbeiten und erwärmt sofort das erforderliche Wasser. Durchlauferhitzer eignen sich zur Erwärmung kleiner Wassermengen. Da es keinen Wassertank gibt, benötigt diese Option nicht so viel Platz. Zudem ist die Installation recht einfach.

Brennwertthermen mit einem Warmwasserspeicher – Unterschiede und Stärken und Schwächen

Ein Brennwertkessel mit Warmwasserspeicher erwärmt Wasser vor und speichert es, bis es benötigt wird. Sie eignen sich besonders für einen höheren Bedarf an Warmwasser. Warmwasserbereiter empfehlen sich für Mehrfamilienhäuser, die am Tag mehr Warmwasser benötigen, beispielsweise zum Duschen und Waschen. Sie können den Warmwasserspeicher auch verwenden, um mehrere Wasserhähne zu versorgen, die parallel viel verbrauchen.

Die Verbrennung benötigt jedoch immer Sauerstoff, unabhängig von der Art der Beheizung. Damals wurde der Raumluft Sauerstoff entzogen. Luftabhängiger Betrieb in einem Raum sollte daher immer für Luftnachschub sorgen. Daher gibt es Einschränkungen, wie sichergestellt werden kann, dass dem Raum, in dem das Heizgerät installiert ist, Verbrennungsluft zugeführt wird. Bei raumluftunabhängigen Betrieb wird Verbrennungsluft über die Leitung zugeführt. Bei Gas-Brennwertkesseln besteht die Abgasleitung aus zwei Lagen Rohr-in-Rohr. Verbrennungsluft wird dem Außenmantel zugeführt und Abgas wird zum Innenrohr abgegeben. Für den raumluftunabhängigen Betrieb sind keine speziellen Bedingungen an die Installation eines Gas-Brennwertkessels zu stellen. Durch die optimale Verbrennung ist auch ein luftunabhängiger Betrieb im Raum wirtschaftlicher.

Was ist die Alternative zu einer Brennwerttherme?

Es gibt einige Möglichkeiten für Brennwertkessel. Bei Altbauten ist die Umrüstung auf einen Brennwertkessel meist mit großem Aufwand verbunden. Deshalb gibt es im Folgenden für Sie eine Übersicht, die Ihnen individuelle Alternativen zum Brennwertkessel aufzeigt.

Boiler-Therme

Boiler-Therme ist eine wandhängende Heizzentrale. Das sind Heizkessel mit eingebautem Warmwasserspeicher.

Pelletheizung

Die Pelletheizung funktioniert genauso wie eine normale Gasheizung. Der Unterschied zu Gaskesseln zeigt sich in der Hinsicht, dass in zusätzlichen Speichern der Brennstoff zur Verfügung gestellt wird.

Wärmepumpen

Wärmepumpen beziehen Energie aus der Umgebungsluft oder dem Erdreich. Die Brennstoffkosten sind höher als bei einer Pelletheizung, aber Sie können einen eigenen Lagerraum sparen. Eine Wärmepumpe wird mit Strom betrieben.

Quelle: bigstockphoto.com / caifas

Andreas Treufelsberger
Andreas Treufelsberger ist 41 Jahre jung ;-) und überzeugter Handwerker. Vor 17 Jahren hat er seinen Traum erfüllt und einen Meisterbrief zum Heizungsbauer und Energieberater erhalten. Seitdem ist er bemüht sein Wissen im Job als auch im Internet weiterzugeben. Heizsysteme sowie auch moderner Umweltschutz beim Hausbau faszinieren ihn schon immer. In seiner Freizeit befasst er sich mit Sport, gesundem Lebensstil und schreibt Artikel auf Onlineportalen wie heizungshelden.com und der taz.