Kleine Wärmepumpe für Ferienhaus

Wärmepumpe für Ferienhaus

Gleichwohl Ferienhäuser in der Regel nicht das ganze Jahr über belegt sind, müssen sie aufgrund ihrer baulichen Substanz geheizt werden. Viele Besitzer/-innen vergessen diesen entscheidenden Hinweis jedoch regelmäßig und sind im Anschluss überrascht, wie empfindlich die Substanz des Hauses auf das nicht-heizen reagiert. Ohnehin befinden sich die meisten Besitzer/-innen eines Feriendomizils auch nicht nur in den Sommermonaten vor Ort, sodass auch im eigenen Interesse für ein adäquates Heizsystem gesorgt werden sollte und hier kommen kleine Wärmepumpen am besten weg!

Ferienhäuser – wieso auch hier geheizt werden muss

Viele nehmen an, dass es nicht notwendig sei, ein Ferienhaus richtig zu heizen. Dabei ist auch hier eine entsprechend empfindliche Bausubstanz dem Wind und Wetter ausgesetzt sowie in der Lage, Schimmel anzusetzen. Allein aus diesem Anlass sollte doch von Beginn an klar sein, wieso auch Feriendomizile zu heizen sind. Nicht zu vergessen, dass die Vermietung in den Monaten, in denen das Ferienhaus nicht genutzt wird, Geld einbringen kann und dies wäre nicht denkbar, wenn das Haus heruntergekommen aufgrund von mangelnden heizen wäre. Doch auch für spontane Trips ins Ferienhaus ist es eben wichtig, dass ein Heizsystem vorhanden ist, welches an kalten Tagen für Wärme sorgt! Es muss im Übrigen auch kein riesiges und gar kostspieliges Heizsystem sein, wenn mit der kleinen Wärmepumpe vorlieb genommen werden kann.

Kleine Wärmepumpen fürs Ferienhaus – das sind die Vor- und Nachteile

Früher oder später kommt auch in einem Ferienhaus die Frage nach dem richtigen Heizsystem auf. Immerhin wollen es die örtlichen Bewohner warm haben, aber auch die Bausubstanz soll das ganze Jahr über in Takt bleiben. Deswegen ist der Blick auf die beliebten Wärmepumpen auch im Ferienhaus wichtiger denn je, wo sie aufgrund vieler Vorzüge sofort herausstechen. Von welchen Vorteilen hier die Rede ist, halten wir daher gerne einmal stichpunktartig fest, um so eine Lanze für die Wärmepumpe zu brechen.

Vorteile:

– Günstiges heizen

– Umweltfreundlich

– Erschwingliche Anschaffungskosten

– Kein Gasanschluss etc. notwendig

– Lässt sich nachträglich leicht installieren

– Wert der Immobilie steigt automatisch

– Beugt Schäden an der Bausubstanz und Schimmel vor

Nachteile:

– Wärmepumpen benötigen eine gute Hausdämmung


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– Ohne gute Dämmung ein erhöhter Stromverbrauch gegeben

– Nicht jedes Modell ist geräuscharm

Ganz klar überwiegen die Vorzüge der kleinen Wärmepumpe im Ferienhaus den Nachteilen gegenüber. Aufgrund dessen ist es umso empfehlenswerter, sich auch nachträglich mit dem Einbau zu beschäftigen. Lediglich eine gute Dämmung sollte vorausgesetzt werden, da die Wärmepumpe sonst zu viel Strom für die Vorlauftemperatur benötigen würde, was wiederum ins Geld geht. Wer also das Ferienhaus als nicht gut isoliert empfindet, der kann hier preiswert ebenso nachrüsten!

Ferienhaus und Wärmepumpen – mit diesen Kosten ist bei der Anschaffung zu rechnen

Natürlich muss man sich als Ferienhausbesitzer darüber informieren, mit welchen Kosten für eine Wärmepumpe zu rechnen ist. Schließlich muss dieses Heizsystem auch finanzierbar sein und im Allgemeinen wissen die meisten Menschen eben gerne vorher, was für Kosten auf sie zukommen könnten. Hier muss jedoch erwähnt werden, dass die Kosten variieren und regional auch abhängig von unterschiedlichen Faktoren sind, die nicht verallgemeinert werden können. Dennoch schauen wir einfach mal, mit welchen Kosten in etwa zu rechnen sein wird.

Anschaffungskosten

Durchschnittlich spricht man von reinen Anschaffungskosten zwischen 10.000 bis 35.000 Euro pro Wärmepumpe. Allerdings ist die hohe preisliche Diskrepanz vor allem mit der Größe der Wärmepumpen zu erklären, aber auch mit der Art der Wärmepumpe selbst. Die Preise richten sich also ganz allgemein an Größe, Wärmepumpe, Luftwärmepumpe und Erdwärmepumpe. Auch hier darf nicht unerwähnt bleiben, dass eine Förderung durch die KfW oder BAFA im Raum steht!

Montage

Die Kosten der Montage variieren nach Region und natürlich auch dem möglichen Angebot der Kältetechniker/Monteure. Hier dürfen durchschnittlich zwischen 1500 bis 2000 Euro mit einberechnet werden. Die Nachfrage regelt natürlich den Preis und gerade in kleineren Städten mit wenigen Monteuren sind die Kosten deutlich höher als in Großstädten, wo viele Monteure konkurrieren. Dies muss eben auch berücksichtigt werden.

Heizkosten

Es entstehen in der Regel keine Kosten für das Heizen an sich, da die Wärmepumpe ¾ ihrer geballten Energie für das Heizen eben aus ihrer direkten Umwelt bezieht. Der Strom ist jedoch zu berechnen und hierbei muss erwähnt werden, dass eine niedrige Vorlauftemperatur die günstigste Variante darstellt, um mit einer kleinen Wärmepumpe vorliebnehmen zu können. Diese ist jedoch nur dann möglich, wenn der Quellwert zwischen Außentemperatur und Vorlauftemperatur nicht eklatant aus den Fugen gerät. Schlecht isolierte Ferienhäuser kosten im Schnitt also deutlich mehr im Stromverbrauch als gut isolierte. Hier ist indes mit Kosten zwischen 500 bis 1000 Euro pro Jahr zu rechnen, da ein Ferienhaus selten durchgehend genutzt wird und es hier eben auf einen niedrigen Stromverbrauch ankommt.

Wartungskosten

Durchschnittlich 100 bis 150 Euro fallen indes pro Jahr an, um die Wärmepumpe einfach warten zu lassen. So kann ein Defekt schon frühzeitig günstig entdeckt werden und es kommt erst gar nicht zu bösen Überraschungen.

Ferienhäuser heizen – lohnt sich eine kleine Wärmepumpe denn überhaupt?

Grundsätzlich lohnt es sich immer darüber nachzudenken, mit umweltfreundlichen Methoden das Ferienhaus zu heizen. Hier kann es keine zwei Meinungen geben und die Anschaffungskosten sind gegenüber vielen anderen Modellen inklusive der Wartungs- und Installationskosten bei einer kleinen Wärmepumpe gering. Das Ferienhaus gewinnt zudem an Wert und man beugt Schimmel sowie ein Abbau der Bausubstanz vor. Aufgrund dessen lohnt sich die Anschaffung einer kleinen Wärmepumpe immer, damit diese auch an kalten Tagen für eine ausreichende Wärme sorgt.

Quelle: bigstockphoto.com / Gorlovkv

Andreas Treufelsberger
Andreas Treufelsberger ist 41 Jahre jung ;-) und überzeugter Handwerker. Vor 17 Jahren hat er seinen Traum erfüllt und einen Meisterbrief zum Heizungsbauer und Energieberater erhalten. Seitdem ist er bemüht sein Wissen im Job als auch im Internet weiterzugeben. Heizsysteme sowie auch moderner Umweltschutz beim Hausbau faszinieren ihn schon immer. In seiner Freizeit befasst er sich mit Sport, gesundem Lebensstil und schreibt Artikel auf Onlineportalen wie heizungshelden.com und der taz.