Wie lese ich eine Heizung richtig ab? – Anleitung

Heizung ablesen

Jetzt, wo die Gaspreise explodieren und alles immer teurer wird, ist es wichtig zu wissen, wie man sparen kann. Die Heizkosten ziehen an, die Lebenshaltung wird teurer. Da ist es gut, wenn Sie wissen, wie man die Heizung richtig abliest.

Einmal pro Jahr bekommen Sie im Normalfall eine Heizkostenabrechnung, meist zusammen mit den Betriebskosten. Die Mehrheit der Mieter nimmt diese einfach ungeprüft hin. Es kann von Vorteil sein, wenn Sie Ihre Verbrauchswerte kennen. 

Auf diese Art und Weise haben Sie die Möglichkeit, die Abrechnung auf Ungereimtheiten zu checken. Auch können Sie Ihren Konsum verbessern bzw. senken, um Kosten zu sparen. Dazu sollten Sie Ihre Heizung im Grunde genommen selber ablesen können. Wie geht das nun eigentlich? 

Jährlich ordnet der Vermieter einen Termin zum Ablesen der Heizung an. Aufgrund der Werte wird Ihnen die Heizkostenabrechnung im Großen und Ganzen zugestellt. Was scheinbar bequem ist, führt des Öfteren zu Preissteigerungen, wenn Ablesefehler gemacht wurden und falsche Werte angegeben wurden. 

Sie profitieren prinzipiell, falls Sie Ihre Heizung zusätzlich selbst ablesen, denn so können Ablesefehler durch Kontrolle vermieden werden. Es besteht außerdem die Option, die Messwerte mit der Heizkostenabrechnung zu vergleichen. 

Sie kennen Ihren aktuellen Verbrauch und können besser darauf achten, Energie zu sparen. Das Geld für den Dienstleister lässt sich nicht sparen, denn er wird normalerweise vom Vermieter gestellt.

Wo liest man die Heizung ab?

Das Thermostat speichert die Werte Ihres Heizverbrauchs, dieser ist im Winter natürlich höher als im Sommer. Die Wärmeverteiler zeigen den genauen Wert. Anhand von zwei Skalen oder Reihen von Zahlen erfolgt die Ablesung.

Man unterscheidet drei verschiedene Heizkostenverteiler. Verteiler nach dem Verdunstungsprinzip, elektronische Verteiler und Wärmezähler.

Verteiler nach dem Verdunstungsprinzip

Verteiler nach dem Verdunstungsprinzip werden schon seit geraumer Zeit verwendet. Sie sind ganz dicht am Heizkörper verbaut. Im Inneren verfügen sie über ein nach oben geöffnetes Glasröhrchen. Je nachdem, wie warm oder kalt die Heizung ist, verdunstet die Flüssigkeit. 

Gemessen wird im Übrigen der Anteil der verdunsteten Flüssigkeit. Die Skala mit Stricheinheiten zeigt dies an. Derjenige, der die Heizung abliest, montiert eine neue Ampulle und nimmt die alte Ampulle mit. 

Wenn berechnet wird, wie hoch der Verbrauch war, werden die abgelesenen Daten mit einem Verrechnungsschlüssel multipliziert. Die älteren Zähler sind in den meisten Fällen nicht mehr zugelassen. Alte Heizungen verbrauchen mehr als neue, moderne Heizkörper, die auch weitaus umweltfreundlicher sind.

Elektronische Verteiler

Elektronische Verteiler, die moderner sind, sind auch direkt am Heizkörper angebracht. Sie funktionieren mit Hilfe von zwei Sensoren. Der eine misst die Raumtemperatur und der andere die Heiztemperatur. Aus beiden Werten errechnet das Thermostat automatisch den Heizenergie-Verbrauch.


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Der elektronische Verteiler funktioniert stichtagsprogrammiert und ständig. Das eingebaute Zählwerk rechnet stetig mit. So ist eine Stichtagsablesung möglich. Das geht sogar per Funk aus der Ferne, was überaus praktisch ist. 

So muss nicht jedes Mal extra jemand kommen und die Heizung ablesen. Diese Thermostate sind viel genauer als die Verteiler nach dem Dunstprinzip und speichern monatsweise. Die Werte können Sie in einer Anzeigenschleife auf dem Thermostat erkennen. 

Schreiben Sie die Werte auf. Besonders der erste Anzeigenwert ist bedeutsam, denn er spiegelt den derzeitigen Verbrauch wider. Bei Wärmezählern sind die Zähler für Warmwasser direkt neben den Zählern für Kaltwasser befestigt. Sie müssen alle fünf Jahre geeicht werden.

Wärmezähler

Wärmezähler sind im Gegensatz zu Verteilern nach dem Verdunstungsprinzip und elektronischen Verteilern nicht direkt ganz dicht an der Heizung befestigt. Sie sind in den Heizwasserkreislauf involviert. Sie messen die Wärmeabgabe Ihrer Wohnung exakt. 

Wärmezähler erfassen die Menge des Heizungswassers und ermitteln den Temperaturunterschied des Wassers zwischen Vor- und Rücklauf. Diese Geräte ermöglichen die unmittelbare Messung der verbrauchten Energie. 

Sie sind noch exakter als elektronische Verteiler. In einem Mehrparteienhaus verfügt im Übrigen jeder Haushalt mit dieser Methode über eine eigene Leitung für das Heizungswasser.

Die Heizwerte korrekt ablesen

Bei einem Verteiler mit dem Verdunstungsprinzip lesen Sie die Werte anhand der Skala ab. Beim elektronischen Verteiler geben die verschiedenen Anzeigen unterschiedliche Werte wieder.

Anzeigenwert: Prüfzahl für Richtigkeit der Angaben

Fehler beim Ablesen vermeiden

Die optimale Position des Heizungsverteilers ist wichtig. Ideal ist eine vertikale Position im oberen Drittel der Heizung. Er sollte in der Mitte und horizontal angebracht sein. Dem jeweiligen Heizkostenverteiler muss immer der entsprechende Heizkörper zugeordnet sein. 

Ansonsten sind die Berechnungen schlichtweg falsch. Dies betrifft insbesondere die manuelle und schriftliche Erfassung. Der Heizkostenverteiler darf nicht direkter Sonne ausgesetzt sein. Es besteht die Gefahr verfälschter Werte. Fachleute raten, dass man die Heizung selbst abliest. Auch ist es ratsam, die Heizung ab und an zu entlüften. 

Falls Sie registrieren sollten, dass Ihre Heizung in Ihrem Zuhause merkwürdige Geräusche verursacht, kann das diverse Gründe haben. Eine Modernisierung kann sich vor allem bei älteren Heizungsanlagen lohnen. Dann muss der Fachmann, sprich Heizungsmonteur, ran.

Credits: ginasanders / depositphotos.com

Andreas Treufelsberger
Andreas Treufelsberger ist 41 Jahre jung ;-) und überzeugter Handwerker. Vor 17 Jahren hat er seinen Traum erfüllt und einen Meisterbrief zum Heizungsbauer und Energieberater erhalten. Seitdem ist er bemüht sein Wissen im Job als auch im Internet weiterzugeben. Heizsysteme sowie auch moderner Umweltschutz beim Hausbau faszinieren ihn schon immer. In seiner Freizeit befasst er sich mit Sport, gesundem Lebensstil und schreibt Artikel auf Onlineportalen wie heizungshelden.com und der taz.